1. You are here: GELD FINANZEN REICHTUM
  2. Immobilieninvestment ohne Immobilienkauf

Immobilieninvestment ohne Immobilienkauf

Oktober 17, 2018 - Lesezeit: 3 Minuten

In den letzten Jahren erlebten wir hier in Deutschland einen gigantischen Anstieg der Mieten. Die Preise für Wohnraum in den Metropolen sind im zweistelligen Bereich gewachsen. Alle schreien nach dem Staat, der möge bitte eingreifen und für bezahlbare Mieten sorgen. Ob der das schaffen wird ist die Frage. Anstatt darauf zu hoffen, dass andere mal wieder die Kohlen aus dem Ofen holen, würde ich es anders angehen. Ich würde mich einfach auf die Seite derer begeben, die das Geld bekommen und zum Immobilien-Investor werden. Wenn die Mieten steigen und ich nichts dagegen tun kann, dann steigen wenigstens meine Dividenden - ist doch besser als nichts.

Viele Menschen denken, dass man eine Immobilie kaufen muss, um Eigentümer zu werden. Das ist ein Irrtum, denn es geht auch viel unkomplizierter. Ansttat ein Gebäude zu kaufen, kann man einfach Aktien kaufen von Firmen, die Immobilien besitzen. Denn was machen die ganzen Miethaie, die in Deutschland Häuser kaufen, renovieren und dann teuer vermieten? Genau, sie schütten das Geld an die Aktionäre aus.

Ich habe zum Beispiel früher viel Geld mit den Aktien von GSW Immobilien verdient, heute gehören sie zu Deutsche Wohnen. Hier könnt ihr euch den Kursverlauf der "Deutsche Wohnen" ansehen. Seit Jahren geht die Linie nach oben, bis auf gelegentliche Einbrüche. Es gibt auf jeden Fall sehr viele solcher Firmen, ihr könntet daher quasi jederzeit in Immobilien investieren, die in Australien, Japan, USA oder in Brasilien stehen. Der Möglichkeiten gibt es viele. Das war übrigens kein Aktientipp, ich besitze momentan keine Papiere in dem Bereich.

Der Vorteil von Wohnimmobilien
Das Gute an Wohnimmobilien als Investment ist, dass sie relativ krisensicher sind. Während Gewerbeimmobilien im Boom höhere Renditen garantieren, besteht das Risiko dass die Gebäude in einer Rezession leer stehen, weil die Firmen pleite gehen. Bei Wohimmobilien ist diese Gefahr deutlich geringer. In Deutschland übernimmt normalerweise der Staat per Sozilahilfe / Arbeitslosengeld die Miete für die Wohnung. In den Krisenjahren um die Jahrtausendwende wurden die Arbeitslosen schießlich auch nicht auf die Straße geworfen. Aus diesem Grund sind die Risiken für Zahlungsausfälle deutlich geringer, was relativ stabile Erträge garantiert.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man weniger Geld braucht, um mitmischen zu können. Eine Immobilie kostet normalerweise so viel Geld, dass man mindestens einen 5-stelligen Betrag zur Verfügung haben sollte. Bei Aktien kann man auch mit deutlich geringeren Mengen einsteigen. Selbst ein Aktienpaket von 1.000 EUR ist sinnvoll und garantiert stabile Einnahmen.

Dann wäre da noch die Steuer. Momentan zahlt man auf Kapitalerträge einen Steuersatz von 25% plus Soli. Selbst ein Milliardär würde den gleichen Betrag zahlen. Auf Mieteinnahmen dagegen zahlt man den persönlichen Einkommens-Steuersatz. Wenn dieser höher liegt als die 25% plus Soli, dann gibt man mehr ab als nötig.

Daher denke ich, dass es äußerst attraktiv Immobilien nicht direkt zu kaufen, sondern einen kleinen Umweg über den Aktienmarkt einzulegen.

Haftungssausschluss
Alle Inhalte ohne Gewähr. Das ist keine Finanzberatung oder sonstige Beratung. Ich bin kein Finanzberater.